§ 1 Geltungsbereich
1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge, Angebote und Leistungen zwischen YC Web Studio, Inhaber Cihan Bagci, Mösbacherstrasse 28, 77855 Achern (nachfolgend "Auftragnehmer") und dem jeweiligen Auftraggeber (nachfolgend "Kunde").
1.2 Entgegenstehende oder abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, der Auftragnehmer stimmt ihrer Geltung ausdrücklich und schriftlich zu.
1.3 Diese AGB gelten sowohl gegenüber Unternehmern (§ 14 BGB) als auch gegenüber Verbrauchern (§ 13 BGB), soweit keine abweichenden Regelungen getroffen werden.
§ 2 Vertragsabschluss
2.1 Angebote des Auftragnehmers sind freibleibend und unverbindlich, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich gekennzeichnet sind.
2.2 Ein Vertrag kommt durch die schriftliche oder elektronische Auftragsbestätigung des Auftragnehmers oder durch den tatsächlichen Beginn der Leistungserbringung zustande.
2.3 Mündliche Nebenabreden bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der schriftlichen Bestätigung durch den Auftragnehmer.
§ 3 Leistungsumfang
3.1 Der Umfang der vom Auftragnehmer zu erbringenden Leistungen ergibt sich ausschließlich aus dem jeweiligen Angebot oder der Auftragsbestätigung.
3.2 Der Auftragnehmer schuldet die fachgerechte Erbringung der vereinbarten Leistungen, jedoch keinen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg. Insbesondere werden keine konkreten Suchmaschinenplatzierungen, Besucherzahlen, Anfragen, Umsätze oder Kundengewinne garantiert, da diese von einer Vielzahl externer, nicht vom Auftragnehmer beeinflussbarer Faktoren abhängen.
3.3 Leistungen, die über den vereinbarten Umfang hinausgehen, werden gesondert angeboten und berechnet.
3.4 Eine vollständige und pixelgenaue Darstellung der Website auf veralteten Browsern, nicht mehr aktiv unterstützten Betriebssystemen oder technisch veralteten Endgeräten wird nicht geschuldet. Maßgeblich sind die zum Zeitpunkt der Fertigstellung aktuellen Versionen gängiger Browser.
3.5 Der Auftragnehmer ist berechtigt, KI-gestützte Werkzeuge zur Unterstützung der Leistungserbringung einzusetzen (z. B. für Textentwurfsvorschläge, Bildgenerierung oder Code-Assistenz), sofern hierdurch keine gesetzlichen oder vertraglichen Verpflichtungen verletzt werden. Die fachliche Verantwortung für die erbrachten Leistungen verbleibt beim Auftragnehmer.
§ 4 Mitwirkungspflichten des Kunden
4.1 Der Kunde ist verpflichtet, alle für die Leistungserbringung erforderlichen Inhalte, Texte, Bilder, Logos, Zugangsdaten und sonstigen Unterlagen rechtzeitig und in geeignetem Format bereitzustellen.
4.2 Verzögerungen der Leistungserbringung, die auf der nicht rechtzeitigen oder unvollständigen Bereitstellung von Inhalten, Freigaben oder sonstiger Mitwirkungshandlungen des Kunden beruhen, führen zu einer entsprechenden Verlängerung vereinbarter Fristen. Hierdurch entstehende Mehrkosten gehen zu Lasten des Kunden.
4.3 Der Kunde benennt einen verantwortlichen Ansprechpartner, der für die Koordination der Zusammenarbeit und die Erteilung verbindlicher Freigaben zuständig ist.
§ 5 Liefer- und Fertigstellungszeiten
5.1 Zeitpläne und Liefertermine werden im Angebot oder der Auftragsbestätigung verbindlich oder unverbindlich festgelegt. Unverbindliche Zeitangaben stellen keine Garantie dar.
5.2 Vereinbarte Fristen beginnen erst mit vollständigem Eingang aller benötigten Kundeninhalte, Zugangsdaten und geleisteter Anzahlungen.
5.3 Höhere Gewalt, unvorhersehbare technische Störungen oder sonstige vom Auftragnehmer nicht zu vertretende Umstände berechtigen zu einer angemessenen Fristverlängerung. Der Auftragnehmer informiert den Kunden unverzüglich über solche Verzögerungen.
§ 6 Vergütung und Zahlungsbedingungen
6.1 Die Vergütung richtet sich nach dem zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültigen Angebot. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern der Auftragnehmer umsatzsteuerpflichtig ist.
6.2 Rechnungen sind, sofern nicht anders vereinbart, innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig.
6.3 Bei Zahlungsverzug ist der Auftragnehmer berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe sowie die entstandenen Mahnkosten geltend zu machen. Der Auftragnehmer kann die Weiterarbeit bis zum vollständigen Zahlungseingang aussetzen.
§ 7 Abschlagszahlungen und Vorauszahlungen
7.1 Bei Projektaufträgen ist, sofern nicht anders vereinbart, eine Anzahlung in Höhe von 50 % der vereinbarten Vergütung bei Auftragserteilung fällig. Die verbleibenden 50 % werden nach Fertigstellung und vor der abschließenden Übergabe in Rechnung gestellt.
7.2 Bei größeren Projekten können Zwischenzahlungen nach definierten Projektphasen vereinbart werden. Die Zahlungsmodalitäten werden im Angebot ausgewiesen.
7.3 Vorauszahlungen begründen keinen Anspruch auf Fertigstellung innerhalb einer bestimmten Frist, sofern sich der Projektplan aufgrund von Mitwirkungspflichten des Kunden (§ 4) verschiebt.
§ 8 Abnahme der Website und Freigabeprozesse
8.1 Nach Fertigstellung stellt der Auftragnehmer die Website oder Teilleistung dem Kunden zur Abnahme bereit. Der Kunde ist verpflichtet, die Leistung innerhalb von 14 Kalendertagen zu prüfen und etwaige wesentliche Mängel schriftlich zu rügen.
8.2 Äußert der Kunde innerhalb dieser Frist keine schriftlichen Mängelrügen oder nimmt er die Website produktiv in Betrieb, gilt die Leistung als abgenommen.
8.3 Nach erfolgter Abnahme gehen Risiken und Verantwortung für den Betrieb, die Inhalte sowie die Rechtmäßigkeit der Website grundsätzlich auf den Kunden über.
§ 9 Korrekturschleifen und Änderungswünsche
9.1 Im Projektpreis enthaltene Korrekturschleifen und Revisionsrunden sind im Angebot ausgewiesen. Innerhalb dieser Runden werden Korrekturen, die sich im Rahmen der ursprünglichen Leistungsbeschreibung bewegen, ohne gesonderte Berechnung umgesetzt.
9.2 Änderungswünsche, die über den vereinbarten Umfang hinausgehen oder nach Abschluss der vereinbarten Korrekturrunden gestellt werden, gelten als Zusatzleistungen und werden nach Aufwand zum vereinbarten Stunden- oder Tagessatz berechnet.
9.3 Strukturelle Änderungen am Konzept oder wesentliche Abweichungen vom ursprünglichen Briefing berechtigen den Auftragnehmer, ein neues Angebot zu erstellen.
§ 10 Eigentumsrechte und Nutzungsrechte
10.1 Sämtliche Entwürfe, Konzepte, Gestaltungen und programmierte Werke verbleiben bis zur vollständigen Bezahlung der vereinbarten Vergütung geistiges Eigentum des Auftragnehmers.
10.2 Nach vollständiger Bezahlung überträgt der Auftragnehmer dem Kunden die für den vereinbarten Verwendungszweck erforderlichen, einfachen Nutzungsrechte an den erstellten Werken. Eine Weiterveräußerung oder Unterlizenzierung bedarf der ausdrücklichen schriftlichen Zustimmung des Auftragnehmers.
10.3 Eingesetzte Open-Source-Komponenten, Frameworks, Schriften und Stockmaterialien Dritter unterliegen den jeweiligen Lizenzbedingungen dieser Drittanbieter. Der Auftragnehmer weist den Kunden auf wesentliche Lizenzbeschränkungen hin.
10.4 Der Auftragnehmer ist berechtigt, abgeschlossene Projekte zu Referenzzwecken öffentlich zu benennen und darzustellen, sofern keine gegenteilige schriftliche Vereinbarung besteht.
§ 11 Domains und Hosting
11.1 Domains und Hosting-Zugänge, die der Auftragnehmer im Auftrag des Kunden registriert oder verwaltet, werden treuhänderisch für den Kunden gehalten, sofern nichts anderes vereinbart ist.
11.2 Bis zur vollständigen Bezahlung aller offenen Forderungen behält sich der Auftragnehmer das Recht vor, Domains und Hosting-Dienste nicht zu übertragen. Nach vollständigem Zahlungseingang erfolgt die Übertragung unverzüglich.
11.3 Für Ausfälle, Verfügbarkeitsunterbrechungen oder Datenverluste, die durch den eingesetzten Hosting-Anbieter verursacht werden, übernimmt der Auftragnehmer keine Haftung. Dem Kunden wird empfohlen, regelmäßige Datensicherungen vorzunehmen.
11.4 Der Kunde ist für die regelmäßige Sicherung seiner Inhalte, Datenbanken und Konfigurationen selbst verantwortlich, sofern kein gesonderter Wartungs- oder Backupvertrag mit dem Auftragnehmer besteht.
§ 12 Inhalte des Kunden und Haftung für bereitgestellte Materialien
12.1 Der Kunde ist allein verantwortlich für die Rechtmäßigkeit der von ihm bereitgestellten Texte, Bilder, Grafiken, Marken, Logos und sonstigen Inhalte. Er versichert, über alle erforderlichen Nutzungs-, Urheber- und Markenrechte zu verfügen.
12.2 Nach Abnahme der Website (§ 8) gehen Verantwortung und Risiko für die veröffentlichten Inhalte vollständig auf den Kunden über. Der Auftragnehmer ist nicht verpflichtet, bereitgestellte Materialien auf Rechtmäßigkeit zu überprüfen.
12.3 Der Kunde stellt den Auftragnehmer von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aus der Nutzung rechtswidriger, urheberrechtsverletzender oder sonstiger rechtlich problematischer Inhalte resultieren.
§ 13 Wartung und Support
13.1 Wartungs- und Supportleistungen sind gesondert zu vereinbaren und werden, sofern kein Pauschalvertrag besteht, nach tatsächlichem Aufwand berechnet.
13.2 Im Rahmen eines Wartungsvertrags erbrachte Leistungen umfassen ausschließlich die im jeweiligen Vertrag definierten Leistungen. Zusätzliche Anfragen oder Erweiterungen werden gesondert berechnet.
13.3 Der Auftragnehmer ist im Rahmen von Wartungsverträgen nicht verantwortlich für Fehlfunktionen, die durch Änderungen des Kunden oder durch Updates von Drittanbieter-Plattformen (z. B. CMS, Plugins, Hosting-Systeme) verursacht werden.
§ 14 Haftungsbeschränkung
14.1 Der Auftragnehmer haftet uneingeschränkt bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
14.2 Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Auftragnehmer nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) und beschränkt auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden.
14.3 Der Auftragnehmer haftet nicht für Schäden, die durch Drittanbieter wie Hosting-Anbieter, Domain-Registrare, Google, Social-Media-Plattformen oder sonstige externe Dienste verursacht werden.
14.4 Für Datenverluste haftet der Auftragnehmer nur in dem Umfang, in dem der Schaden auch bei ordnungsgemäßer Datensicherung durch den Kunden entstanden wäre.
6.4 Der Auftragnehmer ist berechtigt, Websites, Hosting- oder Wartungsleistungen bei erheblichem Zahlungsverzug vorübergehend einzuschränken oder auszusetzen, sofern der Kunde zuvor schriftlich gemahnt wurde und die offenen Forderungen nicht innerhalb der gesetzten Nachfrist beglichen hat.
§ 15 SEO- und Marketing-Leistungen
15.1 Der Auftragnehmer erbringt SEO- und Online-Marketing-Leistungen nach aktuellem Fachstandard und mit der gebotenen Sorgfalt.
15.2 Der Auftragnehmer schuldet die fachgerechte Durchführung vereinbarter Maßnahmen, jedoch keinerlei Erfolgsgarantie. Es werden ausdrücklich keine bestimmten Suchmaschinenplatzierungen, Klickzahlen, Besucherzahlen, Anfragen, Conversions oder Umsätze zugesichert oder garantiert. Suchalgorithmen und Rankingfaktoren unterliegen der alleinigen Kontrolle der jeweiligen Suchmaschinen-Betreiber.
15.3 Maßnahmen Dritter (z. B. Google-Algorithmus-Updates, Wettbewerbsaktivitäten) können den Erfolg von SEO-Maßnahmen beeinflussen. Der Auftragnehmer übernimmt hierfür keine Haftung.
§ 16 Datenschutz und Vertraulichkeit
16.1 Beide Parteien verpflichten sich, vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei, die im Rahmen der Zusammenarbeit bekannt werden, vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben.
16.2 Der Auftragnehmer verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden ausschließlich zur Vertragsabwicklung im Einklang mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG). Näheres regelt die Datenschutzerklärung des Auftragnehmers.
16.3 Soweit der Auftragnehmer im Rahmen seiner Leistungen Zugang zu personenbezogenen Daten Dritter erhält, wird auf Wunsch des Kunden ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO abgeschlossen.
§ 17 Kündigung von Wartungs- oder Hostingverträgen
17.1 Laufende Wartungs- und Hosting-Verträge können, sofern keine abweichende Laufzeit vereinbart wurde, mit einer Frist von einem Monat zum Ende des jeweiligen Abrechnungszeitraums in Textform gekündigt werden.
17.2 Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere bei wiederholtem Zahlungsverzug des Kunden oder bei einer wesentlichen Verletzung vertraglicher Pflichten vor.
17.3 Nach Vertragsbeendigung werden dem Kunden, sofern alle offenen Forderungen beglichen sind, die erforderlichen Zugangsdaten und Dateien übergeben. Darüber hinausgehende Supportleistungen werden gesondert vergütet.
§ 18 Schlussbestimmungen
18.1 Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
18.2 Gerichtsstand ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz des Auftragnehmers (Achern). Gegenüber Verbrauchern gilt dieser Gerichtsstand nur, sofern der Verbraucher keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland hat oder nach Vertragsschluss seinen Wohnsitz ins Ausland verlegt.
18.3 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzlich zulässige Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
18.4 Änderungen und Ergänzungen dieser AGB sowie von auf ihrer Grundlage geschlossenen Verträgen bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Textform.